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Gestaltung eines Wappens

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AW: Gestaltung eines Wappens

Magistri  (Beiträge anzeigen) Veröffentlicht: 13 Jul 2010 11:34 GMT
Klassifizierung: Abfrage
EDs gibt fünf Grundregeln für die Gestaltung eines Wappens; diese müssen alle beachtet werden, damit es ein heraldisch einwandfreies Wappen wird.
1. Zeitlos in der Gestaltung.
Viele Generationen sollen sich mit dem Wappen identifizieren können. Daher bevorzugen viele Heraldiker den spätgotischen Stil, der an seiner Gestaltung einfach, klar und ausdrucksstark ist.
2. Stilrein in den Elementen.
Alle Elemente des Wappens müssen zueinander passen. Schild und Helm mit Helmdecke und -Zier müssen aus der gleichen Epoche stammen.
3. Beschränkt im Inhalt.
Ein Wappen ist keine Familienchronik! Überladung zeugt von schlechtem Stil. Auf keinen Fall Berufe des Vorfahren mit
Elementen der Stammheimat und denen des Hobbys des Wappenstifters miteinander vermischen.
4. Eindeutig in der Form.
Ein Wappen muß auf 200 Schritt Entfernung zu erkennen sein, deshalb ist eine raumfüllende Darstellung geboten. Wappenbilder, auch Tiere und Pflanzen sind nicht natürlich, sondern stilisiert wiederzugebe. Die Symbolik muß so einfach wie möglich sein: Nicht ganze Landschaften oder Gebäude sondern charakteristische Einzelteile.
5. Sparsam in den Farben.
Je weniger Farebn in einem Wappen vorhanden sind, desto besser ist seine Gestaltung. Ideal ist: Eine Farbe und ein Metall. Nicht gezählt werden Nebenfarben wie von Tier-Bewehrungen, Baum- oder Blattfrüchte, u.ä.
Diese Regel ist bei der Vielzahl schon vorhandener Wappen und der Notwendigkeit sich davon abzuheben bei einem Neuentwurf nicht gerade einfach zu befolgen. Dennoch sollte dieses Ziel angestrebt werden. Allerdings spricht nichts gegen ein Wappen mit zwei Farbe und einem Metall. Der Versuch mit einer Farbe und einem Metall auszukommen, schult das Auge des Heraldikers für das Wesentliche und führt zu einem gelungerenem dreifarbigen Entwurf als wenn von Anfang an die Dreifarbigkeit als Gestaltungsgrundlage genommen würde.
Eine einfache zusammenfassende Regel hat Dr. Ottfried Neubecker, wegen seiner heraldischen Verdienste von vielen als "Wappen-Papst" tituliert aufgestellt, die nicht unbeachtet bleiben sollte:
Ein neu zu gestaltendes Wappen muß vorstellbar sein an einem mittelalterlichem Ritter.
ThemaAutorVeröffentlichungsdatum
Magistri 17 Mrz 2010 16:03 GMT 
Magistri 13 Jul 2010 11:34 GMT 
   

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